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Cor.E erarbeitet Machbarkeitsstudie für Verdichterstation im Nordic-Baltic Hydrogen Corridor

Die Cor.E GmbH übernimmt die Machbarkeitsstudie für eine zentrale Wasserstoff-Verdichterstation im deutschen Abschnitt des Nordic-Baltic Hydrogen Corridor (NBHC). Als gemeinsames Unternehmen der BPM Gruppe und der EPC Celle GmbH bündelt Cor.E die industrielle Planungskompetenz beider Partner und steht für die ganzheitliche Umsetzung komplexer Energie- und Industrieprojekte.

Europäische Wasserstoffachse von Finnland bis Deutschland

Der Nordic-Baltic Hydrogen Corridor ist ein Infrastrukturprojekt führender europäischer Fernleitungsnetzbetreiber – darunter Gasgrid Finland Oy, Elering AS, Conexus Baltic Grid AS, AB Amber Grid, GAZ-SYSTEM S.A. sowie die deutsche ONTRAS Gastransport GmbH.

Geplant ist eine rund 2.500 Kilometer lange Pipelineverbindung von Finnland über die baltischen Staaten und Polen bis nach Deutschland. Ziel ist es, erneuerbaren Wasserstoff aus Nordost-Europa in industrielle Zentren Mitteleuropas zu transportieren und so einen wesentlichen Beitrag zur Dekarbonisierung energieintensiver Branchen zu leisten.

Von der Analyse zur Umsetzungsreife

Im Auftrag von ONTRAS untersucht Cor.E die technische und genehmigungsrechtliche Machbarkeit einer Verdichterstation zur Druckanpassung und sicheren Einspeisung in das Transportsystem, das sich ans ONTRAS-Netz anschließt. Die Studie umfasst Standortbewertung, Auslegung der Verdichtertechnologie, Energieversorgungskonzept sowie Kosten-, Termin- und Risikobetrachtungen auf Basis zweier Transportmodelle.

Wasserstoff stellt besondere Anforderungen an Werkstoffe, Explosionsschutz sowie Druck- und Temperaturführung. Cor.E verfolgt daher einen integralen Planungsansatz, der neben der Verfahrenstechnik auch Genehmigungsfragen, Umwelt- und Immissionsschutz, Baugrund, Netzanschluss und Projektrisiken einbezieht. Ziel ist eine belastbare Entscheidungsgrundlage für Basic Engineering und Realisierung.

Der Abschluss der Machbarkeitsstudie ist für Mai 2026 vorgesehen.