Freiberg gestaltet sein Eingangstor neu: Heinrich plant den Bahnhofsvorplatz

Für viele Bahnreisende beginnt der Besuch in Freiberg auf dem Bahnhofsvorplatz. Künftig soll dieser erste Eindruck der Silberstadt deutlich attraktiver werden: Die Stadt Freiberg plant eine umfassende Neugestaltung des Areals und seine bessere Einbindung in das Quartier Bahnhofsvorstadt. Auch Pendler und Anwohner sollen von einer höheren Aufenthaltsqualität, optimierten Wegebeziehungen und der Verkehrsberuhigung profitieren. Die Dr.-Ing. Heinrich Ingenieurgesellschaft mbH wurde mit der Planung der Verkehrsanlagen und Ingenieurbauwerke bis zur Leistungsphase 4 beauftragt.

Besser ankommen – zu Fuß, mit dem Rad, Bus oder Auto

Im Mittelpunkt steht eine klare und sichere Neuordnung der unterschiedlichen Verkehrsbeziehungen. Die Wege zwischen Bahnhof und Bushaltestellen sollen verbessert, der Fuß- und Radverkehr gestärkt und die Orientierung in Richtung Altstadt erleichtert werden. Gleichzeitig gilt es, unterschiedliche Anforderungen auf begrenztem Raum zusammenzuführen – von Fahrradabstellanlagen über Behinderten- und Taxi-Stellplätze bis hin zu Kiss-and-Ride-Bereichen sowie Lademöglichkeiten für Elektrofahrzeuge. So soll der Bahnhofsvorplatz künftig mehr sein als ein reiner Umsteige- und Verkehrsraum.

Auch die Klimaanpassung spielt bei der Konzeption eine wichtige Rolle. Zusätzliche Begrünung und entsiegelte Flächen sollen das Stadtklima lokal verbessern. Nach dem Prinzip der Schwammstadt ist vorgesehen, Regenwasser von Dachflächen für die Bewässerung von Bäumen und Pflanzflächen zu nutzen und zugleich Niederschläge zurückzuhalten. Dadurch kann bei Starkregen auch das Kanalnetz entlastet werden.

Bis zum Jahresende soll der Entwurf abgeschlossen sein. Gemeinsam mit dem derzeit in Sanierung befindlichen historischen Empfangsgebäude soll langfristig ein Bahnhofsumfeld entstehen, das seiner Rolle städtebaulich gerecht wird – sowohl als Eingang zur Stadt als auch als zentrales Element der Bahnhofsvorstadt.