Ufermauer an der Alten Elbe in Magdeburg wird instandgesetzt

An der Alten Elbe in Magdeburg wird derzeit die Ufermauer zwischen der Kanonenbahnbrücke und dem Deichbereich an der Büchnerstraße saniert. Ziel der Maßnahme ist es, Hochwasserschäden aus dem Jahr 2013 zu beseitigen und den Schutz der angrenzenden Bereiche an die Anforderungen eines HQ100-Hochwasserereignisses anzupassen. BPM begleitet das Vorhaben für die Landeshauptstadt Magdeburg in der Bauoberleitung, der örtlichen Bauüberwachung und der ökologischen Baubegleitung. Die Planung wurde ab Leistungsphase 3 gemeinsam durch IVW und Heinrich erarbeitet. Die Bauarbeiten laufen seit August 2025 und sollen voraussichtlich im Oktober 2026 abgeschlossen werden.

Hochwasserschutz und Infrastruktur gemeinsam weiterentwickelt

Die Maßnahme umfasst nicht nur die Sanierung der rund 200 Meter langen Ufermauer, sondern auch die Aufwertung der angrenzenden Infrastruktur. So wird der bestehende Geh- und Radweg verbreitert und an die heutigen Anforderungen angepasst. Dadurch verbessert sich die Nutzbarkeit des Uferbereichs für Fußgänger und Radfahrer gleichermaßen. Mit der Kombination aus Hochwasserschutz und Verkehrsinfrastruktur entsteht eine langfristige Lösung, die sowohl den technischen Anforderungen als auch den Bedürfnissen der Bürger gerecht wird.

Bestand erhalten und dauerhaft sichern

Für die Instandsetzung kommen verschiedene bautechnische Verfahren zum Einsatz. Dazu zählen Ankerverpresspfähle zur Sicherung der Bestandswand, die Sanierung des vorhandenen Mauerwerks sowie der Aufbau einer Winkelstützwand mit Kopfbalken. Dieser erhält eine Sandsteinverblendung und ein Geländer als Absturzsicherung. Zusätzlich wird der Mauerfuß durch eine Wasserbausteinschüttung geschützt. Auf diese Weise können große Teile der bestehenden Ufermauer erhalten und gleichzeitig ihre Standsicherheit sowie ihre Schutzfunktion nachhaltig verbessert werden.

Ausgleichsmaßnahmen für den Baumbestand

Für die Umsetzung der Bauarbeiten mussten Bäume im unmittelbaren Baustellenbereich entfernt werden. Nach Abschluss der Maßnahme werden neue Linden gepflanzt und der Baumbestand wiederhergestellt. Darüber hinaus wurde bereits eine zusätzliche Ausgleichsmaßnahme auf einer externen Fläche realisiert.

Das Projekt zeigt, wie technische Infrastruktur, Hochwasserschutz und ökologische Belange erfolgreich miteinander verbunden werden können, um den Uferbereich der Alten Elbe langfristig zu sichern und aufzuwerten.